In der CNC-Bearbeitung sieht man häufig Zeichnungen mit extrem kleinen Lochdurchmessern – Φ0,5 mm, Φ0,3 mm oder sogar weniger. Hersteller stellen jedoch oft fest, dass solche Löcher "nicht machbar" sind oder nicht die erforderliche Präzision erfüllen. Warum ist das so? Lassen Sie uns die Herausforderungen der Mikroloch-Bearbeitung und deren Bewältigung erkunden.
1. Warum sind kleine Löcher so schwer zu bearbeiten?
1. Werkzeugbeschränkungen
Mikrolöcher erfordern äußerst feine Bohrer oder Endfräsen. Diese winzigen Werkzeuge sind zerbrechlich und anfällig für Brüche, besonders beim Bearbeiten von Metallen. Falsche Zuführungs- oder Geschwindigkeitseinstellungen können zu einem sofortigen Werkzeugausfall führen.
2. Schlechte Chip-Evakuierung
Je kleiner das Loch, desto schwieriger ist es, die Späne zu entfernen. Wenn die Späne nicht effektiv entfernt werden können, können sie die Lochwand zerkratzen, das Werkzeug klemmen oder Werkzeugbruch verursachen.
3. Unzureichende Kühlung
Kühlmittel hat Schwierigkeiten, in kleine oder tiefe Löcher zu gelangen. Ohne ausreichende Kühlung überhitzt das Werkzeug, nutzt sich schneller ab oder brennt durch.
4. Maschinenpräzision
Nicht alle CNC-Maschinen sind mikrobearbeitet. Ältere oder weniger präzise Maschinen können Schwierigkeiten haben, die erforderlichen Toleranzen für winzige Löcher einzuhalten.
5. Materialeigenschaften
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Materialien wie Edelstahl, Titanlegierungen oder Aluminiumlegierungen können für Mikrobohrungen zu klebrig, hart oder thermisch anspruchsvoll sein.
2. Lösungen und Empfehlungen
1. Einsatz von hochpräzisen Mikrowerkzeugen
Wählen Sie Werkzeuge, die speziell für die Mikrolochbearbeitung entwickelt wurden. Diese Werkzeuge sind besser für Festigkeit und Chipentfernung konstruiert und für Hochgeschwindigkeitsbetriebe geeignet.
2. Schneideparameter anpassen
Optimieren Sie die Spindelgeschwindigkeit, die Vorschubgeschwindigkeit und die Schnitttiefe. Verwenden Sie eine "mehrfache flache Durchgänge"- Methode, um die Belastung des Werkzeugs zu verringern.
3. Hochdruckkühlmittel oder Nebelschmierung
Verbessern Sie den Kühlmittelfluss oder verwenden Sie Nebelsysteme, um die Spanentfernung zu verbessern und die Wärmeansammlung zu reduzieren.
4. Betrachten Sie EDM oder Laserbohren
Für ultrakleine Durchmesser (z. B. <Φ0,3 mm) oder harte Materialien können alternative Technologien wie elektrische Entladungsbearbeitung (EDM) oder Laserbohren effektiver sein.
5. Optimierung des Zeichendesigns
Vermeiden Sie es, Mikrolöcher zu spezifizieren, es sei denn, es ist funktional notwendig. Zum Beispiel erleichtert die Erhöhung von Φ0,3 mm auf Φ0,5 mm oder sogar Φ1,0 mm die Bearbeitung und ist kosteneffizienter.
6. Erster Prototyp
Wenn Ihr Design viele Mikrolöcher enthält, ist es ratsam, zunächst einige Proben zu testen, bevor Sie mit der Massenproduktion beginnen.
3. Fazit
Wenn ein Hersteller sagt, "das winzige Loch ist nicht machbar", bedeutet das nicht unbedingt mangelnde Fähigkeiten – es handelt sich um ein komplexes Problem mit Ausrüstung, Werkzeugen, Materialien und Prozessparametern. Konstrukteure, die diese Bearbeitungsgrenzen verstehen, können die Zusammenarbeit und die Produktionseffizienz verbessern. Hersteller hingegen sollten ihre Werkzeugstrategien und technischen Fähigkeiten kontinuierlich verbessern, um der wachsenden Nachfrage nach Mikrolochbearbeitung gerecht zu werden.